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Vorstellung Mercedes-Benz X-Klasse: Daimlers erster Pick-up will hoch hinaus

2017-07-31 15:37:21
Mercedes-Bank X-Klasse.
Foto:
Auto-Medienportal.Net/Daimler
Quelle:
Auto-Medienportal.Net
  • von
  • Jens Meiners
ampnet - 18.07.2017: Der "erste Pickup eines Premiumherstellers" will das neue Modell von Mercedes-Benz sein: So verlautete es bei der Weltpremiere des neuen Modells – unweit des Kaps der Guten Hoffnung. Die Rede ist von der X-Klasse, nach Smart und Citan sowie diversen Motoren eine weitere Frucht der Zusammenarbeit mit dem Renault-Nissan-Konzern. Pick-ups gab es übrigens auch schon einmal von den US-Herstellern Cadillac und Lincoln und dem Volkswagen Amarok mit dem V6 TDI von Audi dürfen ebenfalls Premium-Aspirationen nachgesagt werden. Doch es fehlt ihnen ein wichtiges Signum: der Stern, den die X-Klasse stolz vor sich herträgt.
Gebaut wird der neue Pickup in Spanien, und zwar am gleichen Band wie der Nissan Navara. Bei diesem handelt es sich um einen Pick-up der Mittelklasse, bei dem niedrige Kosten und Robustheit weit oben auf der Liste der Eigenschaften stehen.

Den Einstieg in die X-Klasse bildet der Benziner X 200 mit 165 PS – allerdings nicht in Deutschland: Benzinmotoren werden in Pick-ups nur auf ganz wenigen Märkten goutiert. Dort, wo die Ratio regiert, bevorzugen Kunden den Dieselantrieb. Deshalb bildet bei uns der 163 PS stark X 220 d den Einstieg; darüber rangiert der X 250 d mit 190 PS. Die Selbstzünder verfügen über 2,3 Liter Hubraum, genau wie das Schwestermodell von Nissan. Es gibt Hinterrad- oder einen zuschaltbaren Allradantrieb – und die Wahl zwischen Sechs-Gang-Handschaltung oder Sieben-Gang-Automatik. Ein permanenter Allradantrieb, wie er bei Personenwagen und SUV seit langem zum guten Ton gehört, zieht hier erst Mitte 2018 ein. Dann kommt nämlich der X 350 d als Spitzenmodell mit einem 258 PS starken V6-Diesel. Nur er kommt in den Genuss der neuzeitlicheren Allrad-Variante.

Die X-Klasse kommt in drei Ausstattungen: Pure, Progressive und Power. Mit „Power" ist lediglich eine umfangreichere Serienausstattung gemeint; der Antrieb ist der gleiche. Immerhin: Es wird die X-Klasse optional mit dem Telematiksystem Comand geben, und die berührungsempfindliche Fläche, die intern auf die Bezeichnung „Cobra" hört, wirkt in einem Pickup eher ungewöhnlich. Was sich von anderen Details wie dem Automatik-Wählhebel, der nach alter Väter Sitte auf einer verchromten Stange ruht, nicht behaupten lässt. Immerhin, Verarbeitung und Materialien sind insgesamt deutlich liebevoller und aufwendiger als beim Schwestermodell von Nissan, das ab 26 910 Euro zu bekommen ist.

Aber die X-Klasse will ja auch die Messlatte nach oben setzen, über Konkurrenten wie den VW Amarok V6 TDI hinaus: „Die X-Klasse ist der erste Pickup, der neben Off- auch herausragende Onroad-Performance bietet," verspricht der Pressetext. Und so ist dieser Pic-kup auch eingepreist: Mindestens 37 294 Euro müssen für eine X-Klasse den Besitzer wechseln, wenn sie im November 2017 auf den Markt kommt. (ampnet/jm)