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Ecoblue-Motoren für Ford Transit und Transit Custom

2016-06-02 12:51:07
Ford Transit.
Foto:
Ford
Quelle:
Auto-Medienportal.Net
  • von
  • Gerhard Prien
ampnet - 02.06.2016: Im vergangenen Jahr feierte Ford ein halbes Jahrhundert Transit. In diesem Jahr legt das Unternehmen aus Köln nach, mit neu entwickelten Vierzylinder-TDCi-Dieseln mit zwei Litern Hubraum, verteilt auf vier Zylinder. Ihre Premiere feiern die Ford Ecoblue-Aggregate in der Transit-Baureihe und im Transit Custom sowie dem Tourneo Custom.
Erkennbar sind die Modelle mit den neuen Motoren, die den bisherigen 2,2 Liter TDCi-Turbodiesel ablösen, an einer zusätzlichen quer angeordneten Chromzierleiste im unteren Kühlergrill. „Wir nennen das dezent“, so Pressesprecher Isfried Hennen. Lediglich im Pick-Up Ranger und im Ford Transit Bus /M2) kommt auch weiterhin der 2,2 Liter TDCi zum Einsatz.

Für die beiden Baureihen Transit und Custom ist der Zwei-Liter-Diesel ab sofort in drei Leistungsstufen verfügbar: Mit 77 kW / 105 PS, mit 96 kW / 130 PS und mit 125 kW / 170 PS. Jeder zweite Nutzfahrzeug-Kunde, so schätzen die Kölner, wird sich für die mittlere Motorisierung entscheiden. Je ein Viertel dürfte die Einstiegsmotorisierung beziehungsweise das stärkste Antriebsaggregat wählen.

Die Käufer dürfen sich über saubere Motoren freuen, das neue Antriebsaggregat entspricht der im September für alle Nutzfahrzeuge in Kraft tretenden Euro 6-Norm. Die Stickoxid-Emissionen sinken im Vergleich zur Vorgänger-Motorengeneration dank Abgas-Nachbehandlung mit Adblue-Einspritzung um bis zu 55 Prozent. Der Adblue-Tank fasst rund 21 Liter, das soll für rund 10 000 Kilometer Fahrstrecke ausreichen.

Obendrein gibt es mehr Drehmoment: Je nach Motorisierung erreichen die im britischen Ford-Werk Degenham gebauten Triebwerke Werte von 360, 285 oder 405 Newtonmeter (Nm). Bereits bei niedrigen Drehzahlen sollen die neuen Aggregate rund 20 Prozent mehr Drehmoment liefern. Verantwortlich dafür ist der neue Turbolader mit um zehn Prozent verkleinertem aerodynamischen Turbinenrad aus einer hitzebeständigen Legierung auf Nickel-Basis.

Obendrein verspricht Ford einen reduzierten Kraftstoffverbrauch. Bei einer Laufleistung von 130 000 Kilometern und einem angenommenen Dieselpreis von im Schnitt 1,36 Euro pro Liter soll der Besitzer eines Transit Custom mit dem 105 PS starken Ecoblue Turbodiesel gegenüber dem bisherigen Modell eine Einsparung von bis zu 1600 Euro realisieren können. Die Betriebskosten senkt auch das auf bis zu 60 000 Kilometer oder 24 Monate erweiterte Service-Intervall.

Spürbar verbessert hat Ford die Laufkultur der Motoren. Sie sind außerdem um bis zu vier Dezibel leiser als ihre Vorgänger. Für mehr Komfort soll auch die voraussichtlich ab November für den Transit Custom Kombi 310 L1 und den Tourneo Custom 310 L1 lieferbare zusätzliche Luftfederung für die Hinterachse sorgen.

Gegen Ende des Jahres wird es darüber hinaus neben den Allrad-Versionen des Transit auch ein sechsgängiges
Select-Shift-Automatikgetriebe geben. Die Wandlerautomatik ermöglicht auch manuelles Schalten und steht für die Custom-Modelle und die Transit-Varianten mit Frontantrieb zur Wahl, jeweils in Kombination mit den 130 bzw. 170 PS leistenden Ecoblue-Motoren.

Obendrein offeriert Ford neue Sicherheits- und Fahrerassistenz-Systeme. Diese beruhen auf der Ausstattung der Fahrzeuge mit Frontkamera und Frontradar. So steht für den Transit und den Transit Custom nun eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inklusive Pre-Collision-Assist zur Verfügung. Das nach vorne gerichtete Radarsystem hält automatisch den vorgewählten Sicherheitsabstand zum Vordermann bis zu einer festgelegten Höchstgeschwindigkeit ein. Der Pre-Collision-Assist vermeidet Auffahrunfälle oder Zusammenstöße mit Passanten oder mindert zumindest die Unfallfolgen. Das Erkennungssystem für Verkehrsschilder informiert den Fahrer durch Symbole im Multifunktionsdisplay über aktuell gültige Tempolimits oder Überholverbote.

Serienmäßig ist ab sofort bei allen Transit und Transit Custom ein elektronisches Sicherheits- und Stabilitätsprogramm mit an Bord, inklusive Seitenwind-Assistent. Durch automatische Bremseingriffe hilft es dem Fahrer, in der Spur zu bleiben, wenn die ESP-Sensoren starken Seitenwind registrieren. Zusätzliche serienmäßige Funktionen des ESP sind der Berganfahr-Assistent und der Sicherheits-Bremsassistent.