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Oldtimer-Grand-Prix: Jaguar Land Rover mit großem Aufgebot

2016-08-07 08:05:12
Jaguar XJ13.
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Auto-Medienportal.Net
ampnet - 07.08.2016: Der Jaguar XJ13, ein flacher grüner Roadster mit V12-Mittelmotor ist einer der Stars von Jaguar Land Rover beim 44. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (OGP – vom 12. - 14. August 2016). Die beiden britischen Marken nutzen das Wochenende dazu, ihre alten wie neuen Modelle ganz groß zu inszenieren. Neben dem Rennen der Jaguar Classic Challenge und ausgewählten Klassikern werden aktuelle Neuheiten wie der Jaguar F-Type SVR und das Range Rover Evoque Cabriolet präsentiert, umrahmt von Markenbotschaftern, VIPs, Live-Moderationen und einem Gourmet Catering von Sternekoch Holger Stromberg. Jetzt schon liefern beide Marken Hintergrund-Geschichten zu den Classic Cars.
Der Jaguar XJ13 war ursprünglich für die 24 Stunden von Le Mans entwickelte worden, trat dort aber erst jetzt, 50 Jahre später, bei den Le Mans Classics an. Beim OGB präsentiert sein Testfahrer Norman Dewis den 1966 gebauten Prototypen auf dem Nürburgring. Auch wenn er nie ein Rennen bestritt, genießt der nur einmal gebaute XJ13 Kultstatus.

Seine in British Racing Green lackierte Roadster-Karosserie aus der Feder von Malcolm Sayer und die Konstellation mit V12-Mittelmotor haben bis heute nichts an Reiz verloren. Dass er auf Order von Firmenchef Sir William Lyons im Verborgenen und nur an Wochenenden von einem kleinen Team entwickelt werden durfte, trug zur Legendenbildung bei. An das Aluminium-Monocoque war der Motor als mittragendes Element angeschraubt; zusammen mit Getriebe und Hinterradaufhängung bildete er eine komplett abnehmbare Einheit. Mit dem 472 PS starken „Dreizehner“ reichte Jaguar Testfahrer Norman Dewis Höchstgeschwindigkeiten von 320 km/h.

Angedacht war ein Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans, zu dem es aber nie kommen sollte. Am zweiten Juli-Wochenende im Rahmen der Le Mans Classic kam es dann für den XJ 13 dann mit 50 Jahren Verspätung doch noch zu seinem Le Mans-Debüt. Mit Michael Quinn, dem Enkel von Jaguar Gründer Sir William Lyons am Steuer, legte er unter Wahrung einer Maximaldrehzahl von 4000 Umdrehungen drei Demo-Runden rund um den legendären Circuit des 24 Heures zurück, eskortiert von 99 weiteren Raubkatzen: dem Le Mans-Sieger XJR-9 von 1988, je einem Jaguar F-Pace und F-Type SVR, einer Handvoll Jaguar F-Type Project 7 sowie dem gesamten Starterfeld der Jaguar Classic Challenge.

Nach einem Zwischenstopp bei den Classic Days auf Schloss Dyck macht der XJ13 nun beim Oldtimer-Grand Prix seine Aufwartung. Zusammen mit jenem Mann, der wie kein anderer das Auto kennt und – trotz eines schweren Unfalls in ihm – noch immer liebt. Es war im Januar 1971, als Jaguar den fast schon in Vergessenheit geratenen Zwangspensionär Norman Dewis für einen Promotion-Film noch einmal reaktivierte. Bei 220 km/h brach in einer Steilkurve die hintere rechte Felge, der XJ13 überschlug sich mehrmals und kam erst im schlammigen Infield zum Stehen. Dewis blieb unverletzt. Seine Tochter Linda bat ihn danach, „bitte nie mehr in dieses Auto zu steigen.“ „Aber ich konnte ihr dieses Versprechen nicht geben, meine Liebe und Zuneigung zu diesem Auto sind einfach zu groß“, bekennt der längst selbst zur Legende gewordene, inzwischen 96-Jährige Dewis.

Classic Cars wiedergeboren

Die hohe Qualität der von Jaguar Land Rover Classic unter dem Schlagwort „Reborn“ durchgeführten Restaurierungen im Werk demonstrieren in der Eifel je ein Land Rover Serie I und Jaguar XK120 im unrestaurierten und „neugeborenen“ Zustand. Motorsport-Vergangenheit und -Zukunft bei Jaguar symbolisieren der Le Mans-Sieger D-type und der Formel E-Monoposto. Letzterer geht erstmals am 9. Oktober dieses Jahres in Hongkong rein elektrisch an den Start. Schon am Sonnabend OGP-Wochenendes fällt die Flagge zum zweiten Auftritt der Jaguar Classic Challenge in Deutschland – dem Markenpokal für historische Jaguar bis Baujahr 1965.

Die seit diesem Jahr nochmals ausgeweiteten Aktivitäten des Geschäftsbereichs Jaguar Land Rover Classic veranschaulichen am Nürburgring je zwei Jaguar XK120 und Land Rover Serie I-Modelle, jeweils im komplett restaurierten und im originalbelassenen Zustand. Im Zuge seiner „Reborn"-Initiative verhilft Land Rover Classic von 1948 bis 1958 gebauten Land Rover Serie I mit Hilfe von Land Rover Classic-Teilen in den Original-Werkszustand.

Das am Nürburgring gezeigte „Scheunenmodell“ ist ein Exemplar von 1951 mit 80 Zoll langem Radstand. Es war in Australien auf einer Farm im Einsatz und weist die von einem harten Autoleben herrührenden Verschleißerscheinungen auf. Das makellose Gegenstück ist der erste vom neuen Land Rover Classic Team in Solihull komplett restaurierte „Landy“. Ein „Completely Knocked Down“-Fahrzeug, das in seine Einzelteile zerlegt 1950 als Bausatz von England nach „Downunder“ verschickt wurde. Wo es erst dort zusammengesetzt wurde. Auch dieser Land Rover 80 verbrachte sein ganzes aktives Leben auf einer Farm.

Dem gegenüber steht der Jaguar XK120: Das fabrikneu wirkende „Fixed Head Coupé“ Baujahr 1953 stammt aus der von Jaguar Land Rover erworbenen James Hull Sammlung. Seinen ersten großen Auftritt hatte es bei der Vorstellung des neuen Jaguar XE im Fertigungswerk Solihull. Dabei wurde es im Rahmen einer 44 Autos langen Parade von Norman Dewis und dem legendären Sir Stirling Moss pilotiert. Das unrestaurierte XK-Exemplar ist ein offener rechtsgelenkter XK120 Baujahr 1950. Das noch mit seinem Originalkennzeichen versehene Modell zeigt keinen Rost, aber eine wunderschöne Patina. Für Einsätze im Motorsport wurde sein 3.4 Liter Sechszylinder ab 1959 durch einen Alvis-Motor inklusive Trockensumpfschmierung ersetzt, inzwischen jedoch wieder mit einem Originaltriebwerk von 1952 bvestückt. Die Originalfarbe ist Schwarz, mit einem Verdeck in „Biscuit“ und einem braunen Lederinterieur.

Jaguar E-Type und D-Type: Die Schöne und das Biest

Der Jaguar E-Type betörte schon bei seinem Debüt auf dem Genfer Salon von 1961 Fachwelt und Messebesucher. Er gilt bis heute als eine Sportwagenikone und eines der schönsten Autos aller Zeiten. Der am OGP ausgestellte Wagen ist ein 2+2-sitziges Coupé mit Linkslenkung aus der Serie 1 mit einer Vergangenheit in Florida und einer Laufleistung von lediglich 22 000 Kilometer. Der technische Zustand ist makellos, ebenso wie die Originalfarbe Carmen Rot und das schwarze Interieur. Das Auto lief im Juni 1966 vom Band und steht zum Verkauf.

Unverkäuflich dagegen der D-Type mit Chassisnummer XKD 605. Als vorletzter D-type im März 1956 komplettiert, ist dieser Rennwagen einer von nur zwölf „Langnasen“, von denen je sechs ans Werk und an Kunden gingen. Alle einheitlich mit der charakteristischen Heckfinne, die den Geradeauslauf auf den Geraden stabilisierte. Der größte Erfolg dieses speziellen Modells war der Sieg bei den 12 h von Reims 1956 mit Duncan Hamilton und Ivor Bueb.

Formel E: Jaguars Motorsport der Zukunft elektrisiert

Noch vor der offiziellen Teampräsentation stellt Jaguar auf dem Nürburgring bereits ein Modell seines künftigen Formel E-Engagements auf die Bühne. Mit zwei dieser elektrisch angetriebenen Monoposti kehrt die Raubkatzenmarke in den internationalen Motorsport zurück. Die dritte Saison der weltweit ausgetragenen FIA Formel E-Serie startet am 9. Oktober 2016 in Hongkong.

Jaguar Classic Challenge: Der Markenpokal für Autos bis Baujahr 1965

Zum zweiten Mal gastiert die Jaguar Classic Challenge für Fahrzeuge mit Baujahren vor 1965 beim Oldtimer-Grand Prix. Insgesamt fünf Rennen stehen auf dem Programm der Saison 2016. Der vierte Lauf am Nürburgring ist, nach Le Mans Classic, der zweite Lauf außerhalb Englands und wartet daher mit einem starken internationalen Fahrerfeld für die den Grand Prix Kurs auf. Vorjahressieger Marcus von Oeynhausen wird mit seinem E-Type Lightweight alles daransetzen, seinen Vorjahressieg gegen starke Konkurrenz von der Insel zu wiederholen. Für Spätentschlossene können Nennungen noch bis zum 11. August über die Website des Historic Sports Car Club (HSCC) getätigt werden.

Zwei Mal aktueller Fahrspaß pur

Der F-Type SVR ist der erste vom Jaguar Land Rover Geschäftsbereich Special Vehicle Operations (SVO) entwickelte Serien-Jaguar und mit 575 PS der bis dato stärkste F-Type mit
322 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ab 138 400 Euro (Coupé) und 145 400 Euro (Cabriolet) fährt der Top-Athlet aktuell bei den deutschen Jaguar Händlern vor. Für Mitfahrten in Begleitung eines erfahrenen Nordschleife-Kenners haben Jaguar und die Nürburgring GmbH einen speziell präparierten F-Type SVR im Einsatz.

Die neue „Ring-Cat“ wurde von den SVO Spezialisten mit einem Überrollkäfig und Recaro-Rennschalensitzen bestückt; auch optisch ist er ein Hingucker. „Die 575 PS des F-Type SVR können nirgendwo sonst besser umgesetzt werden als auf dem Nürburgring“, ist Christian Danner, Chief Lead Instructor der Jaguar Driving Academy und Ex-Formel-1-Pilot, überzeugt. Die Jaguar Ring-Cat Fahrten sind am Wochenende des Oldtimer Grand Prix bereits ausgebucht.

Eyecatcher auf dem Land Rover Stand ist das Range Rover Evoque Cabriolet. Das weltweit erste offene kompakte Premium-SUV vereint das moderne Design und die Hochwertigkeit des Range Rover Evoque mit einem ausgeklügelten Faltdach und einer üppigen Komfortausstattung zu einem Cabrio für alle Jahreszeiten – und für jedes Terrain.

Holger Stromberg sorgt für das leibliche Wohl im Hospitality-Bereich

Mit Holger Stromberg sorgt diesmal Deutschlands jüngster Sternekoch (mit 23 Jahren ausgezeichnet) für das leibliche Wohl der Jaguar Land Rover-Gäste. Seit 2007 ist Stromberg auch als Chefkoch für die deutsche Fußballnationalmannschaft tätig; betreibt daneben in München das Tagesrestaurant „Kutchiin“ und die „Currywurstbude 73“.