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Opel Ampera-e: Elektrisch unterwegs

2016-11-09 11:25:32
Opel Ampera-e.
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Auto-Medienportal.net
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  • Nicole Schwerdtmann-Freund
ampnet - 09.11.2016: Nach der Messepremieren im September beim Pariser Automobilsalon gewährte Opel nun einen weiteren Blick auf seinen Stromer, den Ampera-e. Dabei ging es den Rüsselsheimern darum, nicht nur die ungewöhnlich große Reichweite von 500 Kilometern noch einmal hervorzuheben. Sie wollten außerdem zeigen, dass die große Reichweite noch nicht das Ende einer Tour bestimmt. Ladetechnik im Auto und immer mehr Stromquellen unterwegs erweitern den Aktionsradius.
Der Opel Ampera-e präsentiert sich als Viertürer mit Heckklappe mit Platz für fünf Personen und der typischen Variabilität der Rüsselsheimer Kompakten. Sein Temperament wird vom Elektromotor bestimmt, der sofort bei der ersten Motorumdrehung des maximale Drehmoment von 360 Newtonmetern anbietet. Die maximale Leistung liegt bei 150 kW / 204 PS. Den Ampelstart von 0 auf 50 km/h schafft der Ampera-e in 3,2 Sekunden, den Zwischenspurt beim Überholen von 80 km/h auf 120 km/h in 4,5 Sekunden.

Weil die Batterien unter dem Wagen ihren Platz gefunden haben, bleibt oben Raum für die maximal fünf Passagiere und einem Kofferraum auf Klassen-Niveau. Auf dem Prüfstand haben die Techniker nach dem neuen Europäischen Fahrzyklus für Elektrofahrzeuge (NEFZ) eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern ermittelt. Die Reichweite in der Praxis wird tiefer liegen. Dennoch erweist sich der Ampera-e – nach dem Tesla Model S – als zweites batterieelektrisches Fahrzeug, dessen Reichweite sich mit der von Benzinern messen kann. Fast täglich kommen in der Zwischenzeit Ladestationen dazu, an denen auch der Ampera-e seinen Aktionsradius erweitern kann. Wenn nötig kann er an einer öffentlichen 50-kW-Gleichstrom-Schnellladestationen in nur 30 Minuten für weitere 150 Kilometer „nachgetankt“ werden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat angekündigt, bis Ende nächsten Jahres in Zusammenarbeit mit dem Autobahn-Raststättenbetreiber „Tank & Rast“ 400 Schnellladestationen entlang der deutschen Haupttrassen einzurichten. Darüber hinaus will die Bundesregierung bis zum Jahr 2020 insgesamt 5000 Schnelllade- sowie 10 000 weitere Lademöglichkeiten an exponierten Einrichtungen wie Tankstellen, Einkaufs- und Sportzentren, Carsharing-Stationen, Bahn- und Flughäfen sowie an Messezentren einrichten. Damit kann der Ampera-e dann bei der Rast auf dem Weg in den Urlaub oder auch während des Einkaufs betankt werden. Wer das richtige Urlaubsland auswählt, kann sich auch dort auf die Versorgung bei öffentlichen Wechselstrom-Stationen verlassen.

Für Daheim gibt es die Option einer 4,6-kW-Wallbox, am besten vom Fachmann entsprechende den landesüblichen Regeln für eine Heim-Installation angebracht. Auch eine übliche 2,3-kW-Haushaltssteckdose kann für frische Energie sorgen. Doch ein kompletter Ladevorgang von null auf 100 Prozent ist bei einer NEFZ-Reichweite von mehr als 500 Kilometern in den wenigsten Fällen notwendig, liegt doch die pro Tag zurückgelegte Strecke in Deutschland im Durchschnitt bei gerade einmal 60 Kilometern. Dennoch ist die Reichweite für ein kompaktes Familienautos wie den Ampera-e ein wesentliches Argument für alle, die sich nur ein Auto leisten wollen. (ampnet/nic)