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Opel Vivaro und der ewige Reinhold

2016-08-02 13:39:08
Reinhold Messner und Opel Vivaro.
Foto:
Peter Schwerdtmann
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Auto-Medienportal.Net
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  • Peter Schwerdtmann
ampnet - 01.08.2016: Kennen Sie den? Den kennt doch jeder, den Reinhold Messner, den ewigen Reinhold. Immer wieder hat er uns überrascht, uns mit seinen Expeditionen und abenteuerlichen Reisen begeistert, zumindest beeindruckt. In all den Jahren mit einmaligen Bildern und großen Geschichten wuchs ein Respekt vor dem Menschen Reinhold Messner. Und Dankbarkeit.
Die riesige Friedensglocke auf dem 2350 Meter hoch gelegenen Kronplatz mitten in den Dolomiten schlägt mittags, so dass die Menschen es in Olang, Bruneck und dem Gadertal sie hören können. Als Reinhold Messner am Nachmittag aus der Gondel der Seilbahn rauf von Olang steigt, tönt die Concordia-Glocke minutenlang. Der Reinhold ist da. Der Kronplatz – oder Corones – mit Blick auf die beeindruckende Kulisse der Dolomiten ist Teil seiner Welt. Hier hat er sein Messner Mountain Museum (MMM) in der futuristischen Betonarchitektur der Stararchitektin Zaha Hadid in den Berg hineinbauen lassen. Hier sollen die Menschen dem Berg und der Faszination des Kletterns näherkommen.

Und vor der Tür steht ein knallroter Opel Vivaro. Den haben natürlich die Leute von Opel hier hochgefahren in Erinnerung an den Ausbau des MMM im Winter 2014/15, als ein anderer Vivaro Kunst und Erinnerungsstücke über einen verschneiten Pfad auf den Kronberg fuhr. Heute scheint die Sommersonne und der Vivaro strahlt in der klaren Bergluft, als Messner schildert, wie er seine Abenteuer angegangen ist. Es gehe immer um Effizienz, sagt er – und die Leute von Opel schmunzeln. Direkter hätten sie selbst es gar nicht sagen wollen. Messner erläutert seine Aussage. Er habe nie viel Geld gehabt. So habe er immer sorgfältig die Frage klären müssen, ob ein Plan umsetzbar und wie er am günstigsten finanziell zu bewältigen sei. Effizienz eben.

Reinhold Messner kein Markenbotschafter. Bei denen wird die Marke zum Trittbrettfahrer der Promis. Messner und Opel haben immer wieder einmal miteinander gearbeitet, mal mit Messner als Figur in Werbespots, mal baute Opel ihm den extraleichten Schlitten, mit dem er zu Fuß den Pol überquerte. Auch bei unserem Ausflug nach Südtirol geht es um gemeinsame Interessen: Messner, MMM und Medienvertreter – auf diese Bühne passt auch ein Opel Vivaro, nicht nur als Fotokulisse; denn der Der Opel Vivaro ist vielseitig, effizient und überaus erfolgreich.

Vor wenigen Wochen lief das 750 000ste Exemplar vom Band. Damit ist der Vivaro das meistverkaufte leichte Nutzfahrzeug des Unternehmens und empfiehlt sich zugleich als Großraumlimousine für die Großfamilie. Der Erfolg hat viele Gründe. Eine wesentliche Stärke des Vivaro heißt Vielseitigkeit. Der Nutzfahrzeug-Allrounder lässt sich in zahlreichen Varianten konfigurieren – als Kastenwagen, Combi oder Doppelkabine genauso wie als Plattform für Spezialaufbauten.

Für die Nutzfahrzeug-Varianten stehen vier unterschiedlich starke Dieselmotoren von 70 kW / 95 PS bis 107 kW / 145 PS zur Auswahl. Top-Triebwerk ist der 1.6 Biturbo CDTI. Mit der 107 kW / 145 PS starken Variante erreicht der Vivaro 183 km/h Spitze und stemmt 340 Newtonmeter Drehmoment an die Kurbelwelle. Wir fuhren mit dem Biturbo in die Berge, mussten dabei allerdings auf die theoretisch mögliche Höchstgeschwindigkeit verzichten. Auf der Brennerautobahn haben wir uns aber erfolgreich darum bemüht, die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu unterschreiten.

Dabei erwies sich unser Kombi mit einer guten Kleinbus-Ausstattung als gut fahrbar, auch für jemanden, der sonst nur kleinere Personenwagen bewegt. Die Übersicht ist gut, die Lenkung präzise, das Wanken hält sich in Grenzen und – anders als viele Kleinbusse – federte der Vivaro anständig, auch wenn niemand im Passagierraum sitzt. Schnell genug, um den Brenner auf der Spur links von den Caravan-Gespannen bewältigen zu können, ist er allemal. Bei diesen Geschwindigkeiten zwischen 110 km/h (Italien) und ab und an 130 km/h (Österreich) bleibt es angenehm ruhig im Innenraum. Und mit Intellilink-Infotainment hat man außerdem die Welt an Bord.

Wenn jemand für die ausführliche Probefahrt oder den Wochenendausflug mit dem Opel Vivaro ein Ziel sucht – wie wär’s mit einem Besuch auf dem Kronberg in Messners Mountain Museum. Wer erwartet, dort eine Kapelle für den ewigen Reinhold vorzufinden, der irrt. Es geht um die Natur der Berge und der Menschen, die sie bezwingen – um Effizienz eben. (ampnet/Sm)